Konterbandwegli – Salzschmuggel zwischen Seewen (SO) und Ziefen (BL)

Soldatensteuer, Salzmonopol und Willkür der Landvögte führte vor über 350 Jahren zum Aufstand der Bauern und Landbevölkerung. 1653 beendete die Basler Obrigkeit den Bauernaufstand blutig. Sieben Bauernführer wurden vor den Toren Basels hingerichtet und weitere drei Führer wurden lebenslang auf venezianischen Galeeren verbannt. Was war einer der Gründe, dass es zum Bauernaufstand kam? Basel hatte damals das Salzmonopol inne und alle waren abhängig von der Stadt und darunter leidete vor allem die damals arme Bauern- und Landbevölkerung. Selbst wenn sie das Salz nach Basel holen gingen, mussten sie viel mehr bezahlen als die Stadtbevölkerung.

Das Salz war früher sehr wichtig für das konservieren der Lebensmittel. Die Bauern suchten andere Möglichkeiten um günstiger zum Salz zu kommen. So entstand das „Konterbandwegli“ zwischen Seewen (SO) und Ziefen (BL). Das Salz kam von Lothringen via Kanton Solothurn und Seewen nach Ziefen. Dieser Schmuggelweg konnte natürlich nur bei Nacht und Nebel benutzt werden, denn wer erwischt wurde, konnte nicht gutes mehr erwarten. Dieser Salzschmuggel dauerte bis ins 19. Jahrhundert an. Erst als man in der Schweiz selber Salz abbaute, war es vorbei mit dem Salzmonopol und es war wieder für alle erschwinglich.

Ein Wegstück beim Sebenhag im Holzenberg nahe der Kantonsgrenze wird Heute noch das „Konterbandwegli“ genannt. La contrebande ist französisch und heisst Schleichhandel, zu Deutsch Schmuggel.

Der Salzschmuggel nach Ziefen im Fünflibertal ist schon längst beendet, was geblieben ist, ist der Flurname „Konterbandwegli“ und zeugt von den früheren Nöten der Landbevölkerung.

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